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Beschreibung

DOE Baugruppe "Suchfeld"

DOE-Baugruppe Suchfeld M9 für Lasermodule: Komplette Optik-Baugruppe inklusive DOE (diffraktives optisches Element) und Kollimator, einschraubbar in die meisten MediaLas Lasermodule mit M9-×-0,5-Gewinde. Erzeugt aus einem Punktlaser das Projektionsmuster „Suchfeld". DOEs bilden in der Mitte einen hellen Punkt.

Technische Daten

Max. Laserleistung 200 mW
Bildgrösse ca. 28 x 19 cm nach 1 m
Fokusbereich ca. 5 cm bis ca. 150 cm, empfohlen bis max 100 cm
Aussengewinde: M9 x 0,5
Eigenschaften
Kollimator: Acryl, Glas für Grün, Glas für Rot
Acryl-Optik (PMMA-Kunststoff): preisgünstig, leicht, formstabil. Optisch in der Standardanwendung sehr gut, aber temperaturempfindlich – die Brechzahl ändert sich mit der Temperatur, was bei Schwankungen über ±5 °C die Fokussierung verschiebt. Für Innenraum-Anwendungen mit stabilen Bedingungen völlig ausreichend. Glas-Optik: schwerer, teurer, aber temperaturstabil. Die Brechzahl bleibt über große Temperaturhübe nahezu konstant. Ideal für: Außenmontage, ungeheizte Hallen, Maschinen mit großen Temperaturhüben (Schweißen, Sägewerk im Sommer/Winter), Anwendungen mit hoher Wiederholgenauigkeit über lange Zeiträume. Bei unseren KLM- und LLM--Modulen ist Glas-Optik als optionale Upgrade-Variante verfügbar.
Metallische Spiegel (Alu, Silber, Gold): Reflexion über eine dünne Metallschicht. Typisch bis zu >98 % Reflexion im sichtbaren Bereich. Vorteile: breitbandig (von UV bis IR), preisgünstig. Nachteile: geringere maximale Leistungsfähigkeit, oxidationsanfällig (vor allem Silber), Reflexion abhängig vom Einfallswinkel. Dielektrische Spiegel: Reflexion über vielschichtige Glas-Beschichtungen, die durch Interferenz reflektieren. Typisch > 99 % Reflexion im optimierten Spektralbereich. Vorteile: extrem hohe Reflexion, hohe Belastbarkeit (Hochleistungslaser), keine Oxidation. Nachteile: schmalbandig (für eine bestimmte Wellenlänge optimiert), teurer. Unser LS 50 ist ein dielektrischer Spiegel mit > 96–98 % Reflexion im 400–700 nm Bereich.
Die Apertur ist der nutzbare Öffnungsdurchmesser einer Optik – also der Bereich, durch den Licht in die Linse eintreten kann. Gemessen in Millimetern. Eine größere Apertur sammelt mehr Licht aus der Quelle – bei Laserdioden besonders wichtig für Hochleistungs-Dioden mit großem Emitter (z. B. Nichia NDG7575). Unser Colli-LA-Kollimator hat 5 mm Apertur und sammelt damit deutlich mehr Licht als typische 3-mm-Kollimatoren. Praktischer Effekt: hellerer, gleichmäßigerer Ausgangsstrahl, weniger Lichtverlust an der Diodenkante. Verwandter Kennwert: die Numerische Apertur (NA) beschreibt das Verhältnis von Apertur zu Brennweite und damit den Einfangs-Öffnungswinkel der Optik.
Die Brennweite ist die Distanz von der Hauptebene einer Linse bis zum Brennpunkt, an dem parallel einfallende Lichtstrahlen sich kreuzen. Gemessen in Millimetern (z. B. f = 4 mm bei unserem Colli-LA). Bei Kollimatoren bestimmt die Brennweite, in welchem Abstand von der Laserdiode die Linse montiert sein muss, um den Strahl zu kollimieren – idealerweise emittiert die Diode genau aus der Brennebene. Kürzere Brennweiten (3–4 mm): hohe Apertur, gute Lichtsammlung, kompakt – ideal für 12-mm-Module. Längere Brennweiten (8–20 mm): geringere Apertur, weniger Lichtsammlung, dafür schmalere kollimierte Strahlen – für Distanzanwendungen.
Eine AR-Beschichtung (Anti-Reflex-Coating) ist eine dünne, mehrschichtige Beschichtung auf optischen Glasoberflächen, die Reflexionen reduziert und Transmission erhöht. An einer unbeschichteten Glas-Luft-Grenze gehen typisch 4–8 % des Lichts durch Reflexion verloren. Eine moderne AR-Beschichtung reduziert das auf < 0,5 % pro Grenzfläche. Bei einer Linse mit zwei Grenzflächen sind das also 92 % Transmission unbeschichtet vs. > 99 % beschichtet. Vorteile: höhere optische Effizienz, weniger Streulicht, geringere Belastung der Laserdiode durch Rückreflexionen. AR-Beschichtungen sind wellenlängenspezifisch – eine Beschichtung für 532 nm wirkt bei 650 nm anders. Daher Spektralbereich der Optik beachten.
Ein Kollimator ist eine optische Linse oder ein Linsensystem, das einen divergenten Lichtstrahl in einen parallelen Strahl umwandelt. Bei Laserdioden essenziell: die nackte Diode emittiert einen stark aufgefächerten Strahl, der Kollimator macht daraus einen gebündelten, parallelen Strahl. Aufbau: meist asphärische Glaslinse mit M9-x-0,5- oder M12-Gewindefassung. Hochwertige Kollimatoren haben eine AR-Beschichtung (Anti-Reflex) für minimale Lichtverluste an den Grenzflächen. Wichtige Kennwerte: Brennweite (typ. 3–6 mm), Apertur (typ. 4–8 mm), Spektralbereich der AR-Beschichtung (z. B. 420–680 nm für sichtbares Licht). Glaskollimatoren sind temperaturstabiler als die günstigeren Acryllinsen.
Pick-by-Light ist ein optisches Führungssystem in der Logistik und Montage: ein Laser zeigt dem Werker die nächste zu greifende Position oder den Ort des nächsten Arbeitsschritts an. Statt Listen lesen oder Bildschirme prüfen blickt der Werker einfach dem Laser. Vorteile: weniger Fehlgriffe, schnellere Abwicklung, geringere Schulungszeit, geräuscharm. Eingesetzt in: Kommissionierlagern (Picking aus Regalfächern), manueller Montage (welcher Schraubentyp als nächster), Bestückung (welche Position am Werkstück), Verpackung (welche Box bekommt das Teil). Unsere DOE-Positionierlaser eignen sich gut dafür, weil sie deutlich sichtbare, definierte Muster projizieren.
Die Bildgröße skaliert linear mit der Entfernung. Bei einem PLM-Modul mit ca. 30° Öffnungswinkel ergibt sich bei 1 m Distanz ein Bild von ca. 30 cm Diagonale. Bei 2 m verdoppelt sich das auf 60 cm, bei 0,5 m halbiert es sich auf 15 cm. Empfohlene Einsatzdistanz: 5 cm bis ca. 100 cm. Über 100 cm hinaus nimmt die Linienschärfe spürbar ab, weil DOE-Optiken die Linienbreite proportional mit der Entfernung mit aufweiten. Für sehr große Distanzen empfehlen wir den FloorPoint (100 mW bei 532 nm) oder einen ILP-Laserprojektor.
Wir bieten fünf Standardmuster: Laser-Fadenkreuz „CH" – klassisches +-Kreuz für Zentrierung. Kreis „Circle" – Markierung kreisrunder Bereiche (z. B. Bohrpositionen). Suchfeld „SF" – größere markierte Fläche zur visuellen Orientierung. Quadrat „SQ" – rechteckige Markierung für Stellplätze oder Boxen. Punktraster – auf Anfrage für Sondermuster wie Bestückungs-Grids. Die Standardmuster sind in den Produktcodes erkennbar (z. B. PLM-30-650-CH = Fadenkreuz, PLM-10-650-SQ = Quadrat). Auf Kundenwunsch sind auch Sonder-DOEs mit eigenem Muster möglich – z. B. firmenspezifische Logos oder spezielle Ausrichtungsmarken.
Die Klassen 1M und 2M nach EN 60825-1 stehen für „Magnifying Optics" – also Laser, die unter normalen Bedingungen unbedenklich sind, deren Strahlung aber gefährlich werden kann, wenn sie durch optische Hilfsmittel wie Lupen, Ferngläser oder Mikroskope betrachtet wird. Bei DOE-Positionierlasern ist die optische Leistung durch die Aufweitung über das Muster verteilt – aber wenn eine Linse die Strahlung bündelt, könnte die Leistungsdichte gefährliche Werte erreichen. Praktische Konsequenz: bei normalem Industrie-Einsatz augensicher und ohne Schutzbrille einsetzbar. Verbot: nicht durch Lupen, Ferngläser oder Mikroskope in den Strahl blicken.
Klassische Linsenoptik (Kreuzlinienlaser): sehr scharfe, schmale Linien; im Zentrum hellste Bildstelle, zu den Linienenden hin ausfadend (Gauß-Profil). Ideal für präzise Zentrierung, wenn die Linienschärfe entscheidend ist. DOE-Optik (Positionierlaser): gleichmäßige Helligkeit über das gesamte Muster, definierte Außenbegrenzung, beliebige Muster möglich. Linien sind prinzipbedingt etwas breiter und weniger scharf als bei Linsenoptik. Wann was wählen? Klassische Optik bei Mikrometer-Zentrierung und Mikroskop-Anwendungen. DOE-Optik bei Werkerführung, Pick-by-Light und überall, wo das ganze Muster gleichmäßig sichtbar sein muss.
Ein DOE – Diffractive Optical Element – ist eine spezielle Optik, die ein Muster durch Beugung erzeugt, nicht durch klassische Lichtbrechung an Linsen. Statt nur einer Linie oder eines Punkts entstehen so beliebige Muster: Fadenkreuze, Kreise, Quadrate, Suchfelder, Punktraster oder Markierungssymbole. Vorteil gegenüber klassischen Linsenoptiken: konstante Helligkeit über die gesamte Musterfläche – auch die Außenbereiche eines Fadenkreuzes sind genauso hell wie das Zentrum. Nachteil: die Linien sind prinzipbedingt etwas breiter als bei einer klassischen Linsenoptik. DOE-Module eignen sich ideal für Werkerführung, Pick-by-Light und Positionsanzeige.