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Beschreibung

Hybrid Linienlasermodul 80 mW BLAU 12 - 28 VDC, justierbarer Fokus, isoliert

Hybrid Linienlasermodul 80 mW Blau (450 nm) – LLMi-80-450: Das stärkste blaue Modul der LLMi-Serie: 80 mW erzeugen eine kräftige blaue Laserlinie für lange Linienlängen und anspruchsvolle industrielle Anwendungen, in denen sich Blau deutlich von anderen Laserfarben abheben soll.

  • Kräftige blaue Laserlinie (450 nm) mit 80 mW
  • Stärkstes blaues Modul der LLMi-Serie
  • Weitspannungseingang 12–28 VDC – auch für 24-V-Anlagen
  • Isoliert und potentialfrei für den Mehrfachbetrieb

Wie alle LLMi-Module vereint es Laser und NeoDrive-Hybridtreiber mit Weitspannungseingang in einem isolierten Miniaturgehäuse von 12 × 55 mm – externe Schaltwandler entfallen. Mehrere Module lassen sich dank potentialfreier Bauweise parallel betreiben; die geringe Wärmeentwicklung macht eine Zusatzkühlung in der Regel überflüssig. Linienbreite und Linienlage sind justierbar, ein 3-linsiger Glaskollimator sorgt für gute Fokussierbarkeit.

Elektrischer Anschluss

Angeschlossen wird über die ca. 100 cm lange flexible Schlauchleitung mit Kabelknickschutz und Aderendhülsen an 12–28-VDC-Quellen. Das isolierte Gehäuse führt kein Potential.

Technische Daten

Laserleistung 80 mW
Wellenlänge / Farbe 450 nm BLAU
Linienwinkel / Linienlänge wählbar
Fokusentfernung ca. 5 cm bis unendlich
Linienstärke ca. 0,5 mm - ca. 3 mm
Divergenzwinkel typ. < 0,4 mrad
Versorgung 12 - 28 VDC / < 100 mA
Potential am Gehäuse Potentialfrei, isoliert
Schutzeinrichtungen Verpolschutz, Unterspannungsschutz, Überspannungsschutz
Kabellänge Flexleitung ca. 100 cm, bis 100 m möglich
Laserklasse nach Einrichtung Klasse 1/2
Abmessungen 12 x 55 mm
IP Klassifizierung IP 40
Temperaturbereich - 15°C - +45°C
Lebensdauer MTTF typ. > 25.000 h

Linienlänge und Linienbreite

Die Länge der Laserlinie wird durch den beim Kauf gewählten Linienwinkel bestimmt. Für das LLMi-80-450 stehen folgende Winkel zur Verfügung:

Winkel Entfernung Linienlänge ca.
10° 1 m 17 cm
20° 1 m 0,35 m
30° 1 m 0,54 m
35° 1 m 0.63 m
45° 1 m 0.83 m
60° 1 m 1.16 m
70° 1 m 1.40 m
90° 1 m 2 m
110° 1 m 3 m
120° 1 m 3,4 m

Die Linienbreite (Fokus) ist am Modul von ca. 0,5 mm bis ca. 3 mm einstellbar – siehe Video "Einstellung der Linienbreite" und beigelegtes Infoblatt.

Hinweise

  • Laserklasse beachten!
  • Weitere Informationen zur Lasersicherheit finden Sie hier.
  • Versorgung stabilisiert und peak-frei!
  • Halterung bitte mitbestellen!

Optionen

  • Verschiedene Steckverbinder mit kundenspezifischer Kabellänge (Leitungslängen bis 100 m)
  • Vorfixierter Fokus auf kundenspezifische Entfernung
  • Selektierte Glaslinienoptik für eine dünnere Laserlinie mit gaußförmiger Lichtverteilung (Standard: Kunststoffoptik mit gleichförmiger Verteilung)

Downloads / Links

Eigenschaften
Anschlussart: Flexleitung 1m, M8 Steckverbinder, M12 Steckverbinder
Halterung: Kipphalterung, Kugelkopf 3D, Kugelkopf 3D + Montageplatte, Magnet-Kugelkopf, Ohne Halterung, Pan/Tilt Magnetfuss, Pan/Tilt massiv
Linienwinkel Optik: 10° Glasoptik, 20° Glasoptik, 30° Glasoptik, 35°, 45°, 45° Glasoptik, 60°, 60° Glasoptik, 70°, 90°, 90° Glasoptik, 110°, 110° Glasoptik

Bei 1 m Distanz ergeben sich folgende Längen (12-mm-Module):

WinkelEntfernungLinienlänge ca.
10°1 m17 cm
20°1 m35 cm
30°1 m54 cm
35°1 m63 cm
45°1 m83 cm
60°1 m116 cm
70°1 m140 cm
90°1 m200 cm
110°1 m300 cm

Die Linienlänge steigt linear mit der Entfernung, bei 2 m Distanz verdoppeln sich diese Werte. 

Laserdioden reagieren empfindlich auf Spannungsspitzen und Stromschwankungen. Eine ungeregelte oder mit Peaks behaftete Versorgung kann die Diode innerhalb von Mikrosekunden zerstören – selbst wenn der Spitzenwert nur kurzzeitig auftritt. „Stabilisiert" bedeutet: konstante Ausgangsspannung unter Last (kein Absacken bei Einschaltvorgängen). „Peak-frei" bedeutet: keine Schaltspitzen oder Überschwinger auf den Versorgungsleitungen. Verwenden Sie immer ein Schaltnetzteil mit ausreichender Glättung oder einen dedizierten Laserdiodentreiber. Vermeiden Sie ungesiebte Netzteile, billige Steckernetzteile ohne Filterung und Versorgungen, die mit anderen Schaltlasten geteilt werden.

Unsere 12-mm-Linienlaser-Module sind in drei Anschluss-Varianten verfügbar:

Litzen (Standard) – offene Drähte rot/schwarz, ca. 100–200 mm Länge, für direkten Anschluss an Mikrocontroller oder Treiberplatinen. 
Hohlsteckverbinder – 5,5 / 2,1 mm Norm-Hohlstecker, ca. 200 mm Kabel, für Betrieb mit einem 230-VAC-Steckernetzteil. 
Flexleitung mit Aderendhülsen – ca. 100 cm Schlauchleitung, für direkten Anschluss an eine 12–25-VDC-Maschinensteuerung. Verpolungsschutz ist in der DC-Variante integriert. 

Auf Anfrage liefern wir auch M8 / M12-Steckverbinder mit kundenspezifischer Kabellänge. Die DC-Variante eignet sich besonders zum Nachrüsten bestehender Maschinen ohne 230-V-Verkabelung.

Acryl-Optik (PMMA-Kunststoff): preisgünstig, leicht, formstabil. Optisch in der Standardanwendung sehr gut, aber temperaturempfindlich – die Brechzahl ändert sich mit der Temperatur, was bei Schwankungen über ±5 °C die Fokussierung verschiebt. Für Innenraum-Anwendungen mit stabilen Bedingungen völlig ausreichend. Glas-Optik: schwerer, teurer, aber temperaturstabil. Die Brechzahl bleibt über große Temperaturhübe nahezu konstant. Ideal für: Außenmontage, ungeheizte Hallen, Maschinen mit großen Temperaturhüben (Schweißen, Sägewerk im Sommer/Winter), Anwendungen mit hoher Wiederholgenauigkeit über lange Zeiträume. Bei unseren KLM- und LLM--Modulen ist Glas-Optik als optionale Upgrade-Variante verfügbar.
Bei unseren 12-mm-Linienlaser-Modulen lässt sich die Linienbreite – auch „Fokus" genannt – einfach am Modul selbst einstellen. Die Optik ist im vorderen Messingring montiert und lässt sich über ein Feingewinde präzise verstellen. Drehen Sie den Ring vorsichtig, bis die gewünschte Linienbreite an Ihrer Einsatzdistanz scharf erscheint. Nach erfolgreicher Einstellung sichern Sie die Optik mit einem Tropfen Schraubenlack im Gewindegang gegen Verstellen. Die Einstellung funktioniert auch im eingebauten Zustand. Bei Industrie-Linienlasern (z. B. InLine- oder IL-HP-Serie) wird die Linienbreite werksseitig auf den Kundenwunsch eingestellt. Wie die Linie eingestellt wird, finden Sie hier.
Die Laserklasse nach EN 60825-1 bestimmt die Sicherheitsmaßnahmen. Klasse 1: bei direktem Blick in den Strahl unbedenklich – ideal für offene Einsatzbereiche ohne Schutzmaßnahmen. Klasse 2: sichtbare Laser bis 1 mW, abhängig vom Lidschlussreflex – im B2B-Umfeld unproblematisch. Klasse 1M / 2M: augensicher unter normalen Bedingungen, aber nicht durch Lupen oder Ferngläser betrachten. Klasse 3R: erhöhtes Risiko bei direktem Blick – Schutzbrille empfohlen. Klasse 3B: Schutzbrille verpflichtend. Bei Linien- und Kreuzlasern gelten gemildernde Regelungen, da sie als „ausgedehnte Quellen" eingestuft werden (siehe Lasersicherheit).
Die IP-Schutzart (International Protection) gibt an, gegen welche Umwelteinflüsse das Gehäuse geschützt ist. IP 40: gegen Fremdkörper > 1 mm geschützt, kein Wasserschutz – für trockene Innenräume und Maschineneinbau. IP 44: zusätzlich gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt – typisch für Industriehallen und überdachte Außenbereiche. IP 65: vollständig staubdicht und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt – die richtige Wahl für Sägewerke und Kreissägen (Holzstaub, Sägemehl), Waschanlagen, Spritzwasserumgebungen und raue Industrie.

Die Helligkeit der Laserlinie ist von vielen Faktoren abhängig. Kurz gesagt: 
Linienlänge: Je länger die Linie, desto geringer die Helligkeit, da die Lichtleistung auf eine größere Fläche verteilt wird
Laserfarbe: Grün wirkt wesentlich heller als Rot oder Blau
Arbeitsfläche: Je dunkler und matter die Oberfläche, desto dunkler erscheint das Licht
Umgebungshelligkeit: Je heller das Umgebungslicht, desto dunkler erscheint die Laserlinie. Dies liegt am menschlichen Auge, welches seine Empfindlichkeit herunter fährt, je nach Umgebungshelligkeit. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es sehr schwierig, noch eine Laserlinie zu erkennen, da die Netzhaut bereits gesättigt ist
Laserleistung: Je höher die Laserleistung, desto heller die Laserlinie

Wellenlänge im Detail:
Die Wahl der Wellenlänge bestimmt die Sichtbarkeit der Linie auf Ihrem Untergrund.
Rot (650 nm) ist die preisgünstigste Variante und ausreichend in moderat ausgeleuchteten Innenräumen. Hellrot (635 nm) wirkt deutlich heller als 650 nm bei gleicher Leistung. Grün (520 / 532 nm) ist die universellste Wahl – die menschliche Netzhaut ist im grünen Spektralbereich am empfindlichsten, weshalb grüne Linien bei gleicher Leistung ca. 5–7× heller wirken als rote. Blau (450 nm) liefert hohen Kontrast auf grünlichen Oberflächen, wo Rot und Grün versagen.

Ein Linienlaser projiziert eine Lichtlinie auf eine Oberfläche – im Gegensatz zum Punktlaser, der nur einen Punkt zeigt. Die Linie entsteht durch eine zylindrische Optik (Linsenoptik), die den runden Laserstrahl in eine Fläche aufweitet. Typische Einsatzgebiete sind Schnittlinien-Projektion an Sägen, Kreissägen und CNC-Maschinen, Werkstück-Positionierung in der Fertigung und Maschinen-Integration, Werkerführung am manuellen Arbeitsplatz sowie Referenzlinien in Inspektions- und Messaufbauten. Linienlaser-Module gibt es in verschiedenen Wellenlängen (Rot, Grün, Blau), Leistungsklassen (1 – 500 mW) und IP-Schutzarten (IP 40 für trockene Innenräume bis IP 65 für Sägewerke und Spritzwasserumgebungen).