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Beschreibung

Linienoptik Echtglas 5° bis 20° Tonnenlinse

Linienoptik Tonnenlinse 5–20° Echtglas: Echtglaslinse zur Erzeugung einer Laserlinie, die vor den Laseraustritt gesetzt wird – zur Umrüstung eines Punktlasers auf einen Linienlaser. Die Echtglasoptik erzeugt eine feinere Linie mit heller Mitte, die zu den Enden ausläuft.

Technische Daten

Material: Echtglaslinse
Art: Tonnenlinse
Durchmesser: ca. 8 mm
Ablenkwinkel: ca. 5°-20°
Laserleistung: bis ca. 10 W

Winkel

Entfernung

Linienlänge ca.

5°

1 m

8-9 cm

10°

1 m

17 cm

15°

1 m

25 cm

20°

1 m

34 cm

Lieferumfang

Nur Linienlinse, ohne Laser. Passend zu unseren 12mm Linienlaser Modulen. 

Acryl-Optik (PMMA-Kunststoff): preisgünstig, leicht, formstabil. Optisch in der Standardanwendung sehr gut, aber temperaturempfindlich – die Brechzahl ändert sich mit der Temperatur, was bei Schwankungen über ±5 °C die Fokussierung verschiebt. Für Innenraum-Anwendungen mit stabilen Bedingungen völlig ausreichend. Glas-Optik: schwerer, teurer, aber temperaturstabil. Die Brechzahl bleibt über große Temperaturhübe nahezu konstant. Ideal für: Außenmontage, ungeheizte Hallen, Maschinen mit großen Temperaturhüben (Schweißen, Sägewerk im Sommer/Winter), Anwendungen mit hoher Wiederholgenauigkeit über lange Zeiträume. Bei unseren KLM- und LLM--Modulen ist Glas-Optik als optionale Upgrade-Variante verfügbar.
Metallische Spiegel (Alu, Silber, Gold): Reflexion über eine dünne Metallschicht. Typisch bis zu >98 % Reflexion im sichtbaren Bereich. Vorteile: breitbandig (von UV bis IR), preisgünstig. Nachteile: geringere maximale Leistungsfähigkeit, oxidationsanfällig (vor allem Silber), Reflexion abhängig vom Einfallswinkel. Dielektrische Spiegel: Reflexion über vielschichtige Glas-Beschichtungen, die durch Interferenz reflektieren. Typisch > 99 % Reflexion im optimierten Spektralbereich. Vorteile: extrem hohe Reflexion, hohe Belastbarkeit (Hochleistungslaser), keine Oxidation. Nachteile: schmalbandig (für eine bestimmte Wellenlänge optimiert), teurer. Unser LS 50 ist ein dielektrischer Spiegel mit > 96–98 % Reflexion im 400–700 nm Bereich.
Die Apertur ist der nutzbare Öffnungsdurchmesser einer Optik – also der Bereich, durch den Licht in die Linse eintreten kann. Gemessen in Millimetern. Eine größere Apertur sammelt mehr Licht aus der Quelle – bei Laserdioden besonders wichtig für Hochleistungs-Dioden mit großem Emitter (z. B. Nichia NDG7575). Unser Colli-LA-Kollimator hat 5 mm Apertur und sammelt damit deutlich mehr Licht als typische 3-mm-Kollimatoren. Praktischer Effekt: hellerer, gleichmäßigerer Ausgangsstrahl, weniger Lichtverlust an der Diodenkante. Verwandter Kennwert: die Numerische Apertur (NA) beschreibt das Verhältnis von Apertur zu Brennweite und damit den Einfangs-Öffnungswinkel der Optik.
Die Brennweite ist die Distanz von der Hauptebene einer Linse bis zum Brennpunkt, an dem parallel einfallende Lichtstrahlen sich kreuzen. Gemessen in Millimetern (z. B. f = 4 mm bei unserem Colli-LA). Bei Kollimatoren bestimmt die Brennweite, in welchem Abstand von der Laserdiode die Linse montiert sein muss, um den Strahl zu kollimieren – idealerweise emittiert die Diode genau aus der Brennebene. Kürzere Brennweiten (3–4 mm): hohe Apertur, gute Lichtsammlung, kompakt – ideal für 12-mm-Module. Längere Brennweiten (8–20 mm): geringere Apertur, weniger Lichtsammlung, dafür schmalere kollimierte Strahlen – für Distanzanwendungen.
Eine AR-Beschichtung (Anti-Reflex-Coating) ist eine dünne, mehrschichtige Beschichtung auf optischen Glasoberflächen, die Reflexionen reduziert und Transmission erhöht. An einer unbeschichteten Glas-Luft-Grenze gehen typisch 4–8 % des Lichts durch Reflexion verloren. Eine moderne AR-Beschichtung reduziert das auf < 0,5 % pro Grenzfläche. Bei einer Linse mit zwei Grenzflächen sind das also 92 % Transmission unbeschichtet vs. > 99 % beschichtet. Vorteile: höhere optische Effizienz, weniger Streulicht, geringere Belastung der Laserdiode durch Rückreflexionen. AR-Beschichtungen sind wellenlängenspezifisch – eine Beschichtung für 532 nm wirkt bei 650 nm anders. Daher Spektralbereich der Optik beachten.
Ein Kollimator ist eine optische Linse oder ein Linsensystem, das einen divergenten Lichtstrahl in einen parallelen Strahl umwandelt. Bei Laserdioden essenziell: die nackte Diode emittiert einen stark aufgefächerten Strahl, der Kollimator macht daraus einen gebündelten, parallelen Strahl. Aufbau: meist asphärische Glaslinse mit M9-x-0,5- oder M12-Gewindefassung. Hochwertige Kollimatoren haben eine AR-Beschichtung (Anti-Reflex) für minimale Lichtverluste an den Grenzflächen. Wichtige Kennwerte: Brennweite (typ. 3–6 mm), Apertur (typ. 4–8 mm), Spektralbereich der AR-Beschichtung (z. B. 420–680 nm für sichtbares Licht). Glaskollimatoren sind temperaturstabiler als die günstigeren Acryllinsen.

Bei 1 m Distanz ergeben sich folgende Längen (12-mm-Module):

WinkelEntfernungLinienlänge ca.
10°1 m17 cm
20°1 m35 cm
30°1 m54 cm
35°1 m63 cm
45°1 m83 cm
60°1 m116 cm
70°1 m140 cm
90°1 m200 cm
110°1 m300 cm

Die Linienlänge steigt linear mit der Entfernung, bei 2 m Distanz verdoppeln sich diese Werte. 

Laserdioden reagieren empfindlich auf Spannungsspitzen und Stromschwankungen. Eine ungeregelte oder mit Peaks behaftete Versorgung kann die Diode innerhalb von Mikrosekunden zerstören – selbst wenn der Spitzenwert nur kurzzeitig auftritt. „Stabilisiert" bedeutet: konstante Ausgangsspannung unter Last (kein Absacken bei Einschaltvorgängen). „Peak-frei" bedeutet: keine Schaltspitzen oder Überschwinger auf den Versorgungsleitungen. Verwenden Sie immer ein Schaltnetzteil mit ausreichender Glättung oder einen dedizierten Laserdiodentreiber. Vermeiden Sie ungesiebte Netzteile, billige Steckernetzteile ohne Filterung und Versorgungen, die mit anderen Schaltlasten geteilt werden.

Unsere 12-mm-Linienlaser-Module sind in drei Anschluss-Varianten verfügbar:

Litzen (Standard) – offene Drähte rot/schwarz, ca. 100–200 mm Länge, für direkten Anschluss an Mikrocontroller oder Treiberplatinen. 
Hohlsteckverbinder – 5,5 / 2,1 mm Norm-Hohlstecker, ca. 200 mm Kabel, für Betrieb mit einem 230-VAC-Steckernetzteil. 
Flexleitung mit Aderendhülsen – ca. 100 cm Schlauchleitung, für direkten Anschluss an eine 12–25-VDC-Maschinensteuerung. Verpolungsschutz ist in der DC-Variante integriert. 

Auf Anfrage liefern wir auch M8 / M12-Steckverbinder mit kundenspezifischer Kabellänge. Die DC-Variante eignet sich besonders zum Nachrüsten bestehender Maschinen ohne 230-V-Verkabelung.

Acryl-Optik (PMMA-Kunststoff): preisgünstig, leicht, formstabil. Optisch in der Standardanwendung sehr gut, aber temperaturempfindlich – die Brechzahl ändert sich mit der Temperatur, was bei Schwankungen über ±5 °C die Fokussierung verschiebt. Für Innenraum-Anwendungen mit stabilen Bedingungen völlig ausreichend. Glas-Optik: schwerer, teurer, aber temperaturstabil. Die Brechzahl bleibt über große Temperaturhübe nahezu konstant. Ideal für: Außenmontage, ungeheizte Hallen, Maschinen mit großen Temperaturhüben (Schweißen, Sägewerk im Sommer/Winter), Anwendungen mit hoher Wiederholgenauigkeit über lange Zeiträume. Bei unseren KLM- und LLM--Modulen ist Glas-Optik als optionale Upgrade-Variante verfügbar.
Bei unseren 12-mm-Linienlaser-Modulen lässt sich die Linienbreite – auch „Fokus" genannt – einfach am Modul selbst einstellen. Die Optik ist im vorderen Messingring montiert und lässt sich über ein Feingewinde präzise verstellen. Drehen Sie den Ring vorsichtig, bis die gewünschte Linienbreite an Ihrer Einsatzdistanz scharf erscheint. Nach erfolgreicher Einstellung sichern Sie die Optik mit einem Tropfen Schraubenlack im Gewindegang gegen Verstellen. Die Einstellung funktioniert auch im eingebauten Zustand. Bei Industrie-Linienlasern (z. B. InLine- oder IL-HP-Serie) wird die Linienbreite werksseitig auf den Kundenwunsch eingestellt. Wie die Linie eingestellt wird, finden Sie hier.
Die Laserklasse nach EN 60825-1 bestimmt die Sicherheitsmaßnahmen. Klasse 1: bei direktem Blick in den Strahl unbedenklich – ideal für offene Einsatzbereiche ohne Schutzmaßnahmen. Klasse 2: sichtbare Laser bis 1 mW, abhängig vom Lidschlussreflex – im B2B-Umfeld unproblematisch. Klasse 1M / 2M: augensicher unter normalen Bedingungen, aber nicht durch Lupen oder Ferngläser betrachten. Klasse 3R: erhöhtes Risiko bei direktem Blick – Schutzbrille empfohlen. Klasse 3B: Schutzbrille verpflichtend. Bei Linien- und Kreuzlasern gelten gemildernde Regelungen, da sie als „ausgedehnte Quellen" eingestuft werden (siehe Lasersicherheit).
Die IP-Schutzart (International Protection) gibt an, gegen welche Umwelteinflüsse das Gehäuse geschützt ist. IP 40: gegen Fremdkörper > 1 mm geschützt, kein Wasserschutz – für trockene Innenräume und Maschineneinbau. IP 44: zusätzlich gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt – typisch für Industriehallen und überdachte Außenbereiche. IP 65: vollständig staubdicht und gegen Strahlwasser aus allen Richtungen geschützt – die richtige Wahl für Sägewerke und Kreissägen (Holzstaub, Sägemehl), Waschanlagen, Spritzwasserumgebungen und raue Industrie.

Die Helligkeit der Laserlinie ist von vielen Faktoren abhängig. Kurz gesagt: 
Linienlänge: Je länger die Linie, desto geringer die Helligkeit, da die Lichtleistung auf eine größere Fläche verteilt wird
Laserfarbe: Grün wirkt wesentlich heller als Rot oder Blau
Arbeitsfläche: Je dunkler und matter die Oberfläche, desto dunkler erscheint das Licht
Umgebungshelligkeit: Je heller das Umgebungslicht, desto dunkler erscheint die Laserlinie. Dies liegt am menschlichen Auge, welches seine Empfindlichkeit herunter fährt, je nach Umgebungshelligkeit. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es sehr schwierig, noch eine Laserlinie zu erkennen, da die Netzhaut bereits gesättigt ist
Laserleistung: Je höher die Laserleistung, desto heller die Laserlinie

Wellenlänge im Detail:
Die Wahl der Wellenlänge bestimmt die Sichtbarkeit der Linie auf Ihrem Untergrund.
Rot (650 nm) ist die preisgünstigste Variante und ausreichend in moderat ausgeleuchteten Innenräumen. Hellrot (635 nm) wirkt deutlich heller als 650 nm bei gleicher Leistung. Grün (520 / 532 nm) ist die universellste Wahl – die menschliche Netzhaut ist im grünen Spektralbereich am empfindlichsten, weshalb grüne Linien bei gleicher Leistung ca. 5–7× heller wirken als rote. Blau (450 nm) liefert hohen Kontrast auf grünlichen Oberflächen, wo Rot und Grün versagen.

Ein Linienlaser projiziert eine Lichtlinie auf eine Oberfläche – im Gegensatz zum Punktlaser, der nur einen Punkt zeigt. Die Linie entsteht durch eine zylindrische Optik (Linsenoptik), die den runden Laserstrahl in eine Fläche aufweitet. Typische Einsatzgebiete sind Schnittlinien-Projektion an Sägen, Kreissägen und CNC-Maschinen, Werkstück-Positionierung in der Fertigung und Maschinen-Integration, Werkerführung am manuellen Arbeitsplatz sowie Referenzlinien in Inspektions- und Messaufbauten. Linienlaser-Module gibt es in verschiedenen Wellenlängen (Rot, Grün, Blau), Leistungsklassen (1 – 500 mW) und IP-Schutzarten (IP 40 für trockene Innenräume bis IP 65 für Sägewerke und Spritzwasserumgebungen).