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Beschreibung

Punktlaser Modul 30mW 650nm justierbar. modulierbar

Punktlaser Modul 30 mW Rot (650 nm) – LDM-30-650-M: Kompaktes, leistungsstarkes Laserdioden-Modul, das einen scharfen Laserpunkt projiziert – mit justierbarem Kollimator (Fokus ca. 5 cm bis unendlich). Geeignet für Positionier-, Ausricht- und Zielmarkierungen sowie zur Integration in Geräte, Maschinen und Messaufbauten. Über den TTL-Modulationseingang (0–5 V) lässt sich der Laser takten bzw. schalten.

  • Roter Laserpunkt (650 nm) mit 30 mW
  • Justierbarer Kollimator, Fokus ca. 5 cm bis unendlich
  • TTL-modulierbar (0–5 V) zum Takten und Schalten

Technische Daten

Laserleistung: 30 mW
Wellenlänge / Farbe: 650 nm ROT
Fokusbereich: ca. 5 cm bis unendlich
Divergenz: typ. < 0.7 mrad
Stromversorgung 3-5 VDC <150 mA
Isolation: Gehäuse führt Potential
Modulation 0-5V TTL , bis ca. 10 kHz
Länge Anschlussleitungen: Litzen ca. 200 mm
Abmessungen: 12 x 40 mm
Temperaturbereich: - 15°C - + 45°C
Lebensdauer: typ. > 25.000 h

Hinweise

  • Laserklasse beachten!
  • Weitere Informationen zur Lasersicherheit finden Sie hier.
Eigenschaften
Kollimator: Acryl, Glas
Die führenden Hersteller von Industrie-Laserdioden: Nichia (Japan) – Marktführer für grüne und blaue Laserdioden, höchste Effizienz und Lebensdauer; bekannte Modelle NDG7575 (1 W Grün, 520 nm), NUBM-Serie (Blau). Sharp (Japan) – starker zweiter Anbieter für sichtbare Wellenlängen; Modelle wie GH05C01B9G (1 W Grün). Osram Opto Semiconductors (Deutschland) – breites Portfolio von 405 bis 850 nm. Sony – vor allem für Display- und Show-Anwendungen. Ushio – industrielle Hochleistungs-Dioden. Bei roten und infraroten Dioden ist die Auswahl breiter, bei Grün und Blau sind Nichia und Sharp die wichtigsten Quellen.
Eine bare Laserdiode emittiert einen stark divergenten, elliptischen Strahl – die nackte Diode produziert keinen brauchbaren Lichtfleck, sondern eher einen aufgefächerten Lichtkegel. Für nutzbare Anwendungen muss der Strahl kollimiert werden – also in einen parallelen, gerichteten Strahl umgeformt. Standard-Lösung: ein Kollimator-Linsenelement direkt vor der Diode, montiert in einer M9-x-0,5-Fassung (Messing oder Aluminium). Eine einlinsige Optik wandelt den divergenten Strahl in einen näherungsweise parallelen Strahl um. Bei hochwertigen Kollimatoren (z. B. unser Colli-LA): asphärische Glaslinse mit AR-Beschichtung, Apertur 5 mm, Brennweite ca. 4 mm. Für besonders runde Strahlprofile zusätzlich Korrekturoptiken nach dem Kollimator.
Laserdioden setzen typisch 50–70 % der elektrischen Leistung als Wärme frei – nur ein Bruchteil wird zu Licht. Bei einer 1-W-Laserdiode entstehen also 1,5–2 W Verlustwärme im Halbleiter-Chip. Ohne Kühlkörper steigt die Junction-Temperatur des Halbleiters innerhalb von Sekunden auf kritische Werte – die Diode verstirbt thermisch. Konsequenzen: drastische Wellenlängenverschiebung (rotverschoben), Effizienzeinbruch, irreversible Zerstörung der Diode. Faustregel: für jede 10 °C höhere Junction-Temperatur halbiert sich die Lebensdauer. Praxis: Diode in massive Metallfassung montieren (Messing oder Aluminium), Fassung auf Kühlkörper mit Wärmeleitpaste, bei > 1 W zusätzlich Lüfter oder thermische Strömung.
Ein Konstantstrom-Treiber ist eine Elektronik, die den durch die Laserdiode fließenden Strom auf einen exakten Wert regelt – unabhängig von Eingangsspannung und Temperaturveränderungen. Das ist nötig, weil die Lichtleistung einer Laserdiode linear vom Strom abhängt, aber nicht von der Spannung. Eine simple Spannungsversorgung würde bei kleinen Temperatur- oder Versorgungsschwankungen zu starken Strom- und damit Lichtleistungsänderungen führen – im schlimmsten Fall zur Zerstörung. Gute Treiber bieten: Konstantstrom-Regelung, Soft-Start, Übertemperatur-Schutz, ESD-Schutz, oft auch Modulationsfähigkeit (Analog/TTL) für Pulsbetrieb. Wir bieten passende Treiber in der Kategorie „Lasertreiber".
Eine bare Laserdiode benötigt einen Konstantstrom-Treiber – nicht eine einfache Spannungsversorgung. Grund: die Diode hat eine sehr steile Strom-/Lichtleistungs-Kennlinie. Bereits 5 % Stromänderung können die Diode zerstören. Konkrete Anforderungen: 1. Konstantstrom-geregelte Versorgung mit dem im Datenblatt spezifizierten Betriebsstrom (z. B. 1,6 A für Nichia NDG7575). 2. Sanfter Soft-Start (kein abrupter Strom-Sprung). 3. Schutz vor Spannungsspitzen auf der Versorgungsseite. 4. Adäquate Wärmeabfuhr über Kühlkörper (typisch < 30 °C Junction-Temperatur). 5. ESD-Schutz beim Handling – bare Dioden sind extrem ESD-empfindlich.
TO-9 ist ein standardisiertes Gehäuseformat für Laserdioden – ein zylindrisches Metallgehäuse mit 9 mm Durchmesser. Das Gehäuse enthält den Laser-Halbleiter-Chip, eine Schutzkappe mit Austrittsfenster und elektrische Anschlüsse (typisch 3 Pins). Vorteile: einheitliche mechanische Schnittstelle, gute Wärmeabfuhr über das Metallgehäuse, einfache Integration in Fassungen und Kühlkörper. TO-9 ist neben TO-5 (5,6 mm) und TO-18 (5,6 mm, älter) das gängigste Format für Hochleistungs-Laserdioden mit > 200 mW. Beispiele: Nichia NDG7575 (1 W Grün), Sharp GH05C01B9G (1 W Grün). Eine bare TO-9-Diode ist eine reine Komponente ohne Kollimator und ohne Treiber.
Fixfokus: die Optik ist werksseitig fest auf eine bestimmte Distanz eingestellt und nicht veränderbar – meist auf einen Punkt im Bereich 1–5 m. Vorteil: keine ungewollte Verstellung möglich, lebenslang stabil. Nachteil: nicht an andere Distanzen anpassbar. Justierbar: die Optik sitzt in einem verstellbaren Messingring an der Modulfront und kann vom Anwender auf jede gewünschte Distanz (5 cm bis unendlich) scharfgestellt werden. Nach der Einstellung wird die Optik mit Schraubenlack im Gewinde gesichert. Welche Variante? Fixfokus für definierte Serienproduktion mit fester Distanz, justierbar für flexible Anwendungen und Einzelaufbauten.
Industrielle Ausrichtung: Punktlaser als Referenz für die Ausrichtung von Maschinen, Förderbändern, Rollenbahnen und Lichtschranken. Distanzmessung: in Triangulations-Sensoren als Lichtquelle für Distanz- und Profilmessung. Markierung: in der Forschung und im Versuchsaufbau als präzise Referenzpunkte. Optische Versuchsaufbauten: als Lichtquelle für Strahlteilung, Beugung und Interferenz-Experimente. Werkstück-Positionierung: in der Fertigung als Bezugspunkt für Bohr- und Bestückungsoperationen. Bauwesen: Lotpunkte, Höhenreferenzen, Wandausrichtung (allerdings nicht unsere Domäne – wir liefern Industriequalität, keine Baumarkt-Lot-Laser).
Die menschliche Netzhaut ist im grünen Spektralbereich um 555 nm am empfindlichsten – dort liegt das Empfindlichkeitsmaximum des Auges. Grünes Laserlicht bei 520 nm liegt nahe an diesem Maximum, rotes Licht bei 650 nm dagegen am Rand der Augenempfindlichkeit. Konkret: ein 5-mW-Grün-Punktlaser wirkt visuell etwa so hell wie ein 25–35 mW-Rot-Punktlaser. Praktischer Effekt: bei gleicher gewünschter Sichtbarkeit kommt man mit Grün in eine niedrigere Laserklasse – Klasse 2 statt Klasse 3R bei rot. Das vereinfacht die Sicherheitsmaßnahmen erheblich. Nachteil: grüne Laserdioden sind teurer und temperaturempfindlicher als rote.
Strahldivergenz beschreibt, wie stark sich der Laserstrahl mit zunehmender Entfernung aufweitet. Gemessen in milliradian (mrad). Beispiel: ein Strahl mit 1 mrad Divergenz weitet sich auf 100 m Distanz um 10 cm auf. Bei Punktlasern gewünscht: möglichst geringe Divergenz – damit der Punkt auch auf große Distanz noch scharf bleibt. Typische Werte: 0,5–2 mrad nach Kollimation. Faktoren: Größe der Laserdiode (Emitter), Qualität der Kollimator-Optik, Wellenlänge. Bei unseren OEM-Modulen ist die Divergenz typisch über die Datenblätter der jeweiligen Module spezifiziert oder werksseitig optimiert.
Klasse 3R: erhöhtes Risiko bei direktem Blick in den Strahl, aber der reguläre Lidschlussreflex bietet meist noch ausreichend Schutz. Eine Laserschutzbrille ist empfohlen, aber nicht in jedem Fall verpflichtend. Maximal 5 mW im sichtbaren Bereich. Klasse 3B: direkte Strahlung gefährlich für das Auge, diffuse Reflexionen meist unbedenklich. Schutzbrille ist verpflichtend im offenen Strahlbereich. Strahleinhausung wo möglich, klare Kennzeichnung der Laserbereiche, Unterweisung des Personals. Maximal 500 mW. Beide Klassen erfordern einen Laserschutzbeauftragten im gewerblichen Einsatz.
Punktlaser projizieren einen scharfen Lichtpunkt – ideal für präzise Einzelpunkt-Markierung, Distanzmessung, Triangulation und Ausrichtungsaufgaben über große Distanzen. Vorteil: die gesamte optische Leistung ist im Punkt konzentriert, sehr hohe Sichtbarkeit auch bei geringer Leistung. Linienlaser projizieren eine Linie – ideal für Schnittlinien, Wege, Abgrenzungen. Kreuzlaser projizieren ein Kreuz aus zwei Linien – ideal für Zentrierung und Ausrichtung in 2D. Faustregel: Punkt für „dieser Punkt hier", Linie für „entlang dieser Achse", Kreuz für „genau im Schnittpunkt zentrieren".